Die perfekte Nachmittagsbetreuung für unsere Kinder 27. Januar 2020 / Familie & Kinder

Orientieren wir uns am Bedarf – und lasst uns flexibler werden

Angebote der Kinderbetreuung dürfen nicht mit dem Schuleintritt enden. Obwohl es nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, bauen wir auch für Grundschulkinder das Betreuungsangebot aus. Warum das notwendig ist und warum ich dabei auch auf flexible Angebote setzen will, erkläre ich Ihnen gerne hier.

Kein Rechtsanspruch auf Betreuung von Grundschulkindern? Das ist unlogisch

Zunächst möchte ich Ihnen aber von einem Widerspruch erzählen: Eltern haben einen gesetzlichen Anspruch auf einen Krippen- und Kindergartenplatz, aber einen Rechtsanspruch auf Betreuung von Kindern im Grundschulalter gibt es nicht. Damit sagt der Staat im Endeffekt: „Liebe Eltern, geht arbeiten, wir kümmern uns um die Betreuung eurer Kinder. Aber wenn sie dann in die Schule kommen, müsst ihr selber schauen, wie ihr das mit der Betreuung am Nachmittag hinbekommt.“ Das ist unlogisch und stellt viele Eltern von Grundschulkindern vor ein riesiges Problem. Zum Glück orientieren wir uns in Dachau nicht nur daran, was wir vom Gesetz her tun müssten, sondern auch daran, was in der Praxis notwendig ist. Und deswegen investieren wir seit Jahren auch in Betreuungsangebote für Grundschulkinder.

Qualität oder Flexibilität? Ich finde, es geht beides

In der Frage, wie Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern aussehen soll, gibt es verschiedene Ansichten. Eine ist, dass eine qualitativ hochwertige pädagogische Betreuung nur dann möglich ist, wenn die Kinder jeden Tag zu festgelegten Zeiten abgeholt werden, zum Beispiel erst nach 15 Uhr. Andere finden, dass mehr Flexibilität sinnvoll ist. Dass zum Beispiel ein Kind an einem Tag früher abgeholt werden kann, wenn es die Zeit der Eltern erlaubt. Ich finde beide Modelle haben ihre Berechtigung. Und deswegen will ich die Vielfalt unserer Angebote weiter fördern. Reine Mittagsbetreuung und offene Nachmittagsbetreuung haben genauso ihre Daseinsberechtigung wie Hortgruppen mit festen Abholzeiten.

Die Lebensumstände von Familien sind unterschiedlich – das sollten wir mehr berücksichtigen

Die Lebensumstände und Erziehungskonzepte von Familien sind unterschiedlich. Ebenso sind die Bedürfnisse von Kindern unterschiedlich. Was für das eine Kind gut ist, mag bei einem anderen Kind weniger sinnvoll sein. Es gibt Familien, die auf tägliche Betreuung bis 16 oder 17 Uhr angewiesen sind, aber auch Familien, die an manchen Tagen früher Zeit haben und diese dann mit ihren Kindern verbringen wollen. Jede Familie hat unterschiedliche Wünsche, Lebensvorstellungen und Bedürfnisse. Diese will ich in den kommenden Jahren mit einer weiteren Flexibilisierung unserer Angebote noch mehr berücksichtigen. Außerdem haben Kinder unterschiedliche Fähigkeiten und Interessen. Einige wollen und brauchen möglichst viel Bewegung, andere wollen sich mehr kreativ und künstlerisch betätigen und wiederum andere interessieren sich zum Beispiel besonders für Technik. Auch diese Interessen sollten wir in unsere Angebote integrieren.

Hochwertige und flexible Betreuung – da gibt es ein Paradebeispiel

Ein hervorragendes Beispiel, wie flexible Nachmittagsbetreuung aussehen kann, ist die Bewegte Mittagsbetreuung beim ASV Dachau. Dort kann ein Mittagessen gebucht werden, muss aber nicht. Dort kann mal früher und mal später abgeholt werden. Und dort gibt es täglich Sport mit ausgebildeten Übungsleitern. Dieses Angebot ist für manche Kinder und Familien hervorragend geeignet, für andere vielleicht weniger. Aber wie so oft im Leben heißt es für mich auch in der Nachmittagsbetreuung: Die Vielfalt macht´s.

Auf den Punkt gebracht

Obwohl es gesetzlich nicht verlangt wird, möchte ich weiter in die Betreuungsangebote für Grundschulkinder investieren. Sonst hätten hunderte Eltern in Dachau ein Betreuungsproblem. Dabei will ich das Angebot nicht nur ausbauen, sondern flexibler und diverser gestalten.

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