Eine neue Eissporthalle für Dachau 7. Februar 2020 / Sport & Freizeit

Warum wir in Dachau eine neue Eishalle bauen

Das Thema Eis hat (Achtung, schlechtes Wortspiel) ziemlich Wellen geschlagen in letzter Zeit. Denn wir brauchen möglichst bald einen Ersatz für die Kunsteisbahn auf dem ASV-Gelände. Warum? Das hat fast tausend Gründe. Naja fast.

Die Kunsteisbahn ist veraltet und der ASV braucht Platz

Zum einen ist die Kunsteisbahn veraltet. Sie entspricht nicht mehr dem aktuellen technischen Stand und ist nicht überdacht. Trotzdem – und daran sieht man, wie beliebt Eislaufen bei uns in Dachau ist – tummeln sich vor allem an den Wochenenden hunderte vor allem junge Menschen auf der Eisfläche. Für sie alle – und für die Eishockey- und Para-Eishockeyteams des ESV Dachau Woodpeckers – wollen wir eine neue Eisfläche bauen. Gleichzeitig muss der ASV Dachau sein Vereinsgelände neu gestalten, um seine Sportangebote aufrechtzuhalten und auszubauen. Eine neue Sporthalle muss als Ersatz für die veraltete Georg-Scherer-Halle her. Und der ideale Platz dafür wäre dort, wo sich aktuell die Kunsteisbahn befindet. Deswegen soll die Eisfläche an anderer Stelle neu gebaut werden.

Jetzt ist es beschlossene Sache: Es wird eine Eishalle

Ende Januar hat der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats jetzt einstimmig beschlossen, dass nicht nur eine neue Eisfläche gebaut werden soll, sondern auch eine Halle drumherum. Grundlage des Beschlusses ist eine wissenschaftliche Analyse eines unabhängigen Gutachters, die zum Ergebnis kommt, dass eine Eishalle sinnvoller ist als nur eine überdachte Eisfläche: „Der Einfluss der äußeren Witterungsbedingungen auf den Elektroenergiebedarf bleibt somit begrenzt, der Aufwand für die Eispflege ist geringer und man ist unabhängiger von der zukünftigen Klimaentwicklung. Zudem sind schlechte Witterungsbedingungen kein Hinderungsgrund für einen Besuch der Eissporthalle, was eine konstantere Auslastung verspricht.“

Eine Halle garantiert sichere Betriebszeiten

Die Witterung, oder man könnte auch das Klima sagen, ist ein wichtiges Argument, das für den Hallenbau spricht. In den vergangenen Jahren kam es vor, dass die Eisbahn wegen der warmen Witterungsverhältnisse erst im November geöffnet werden konnte. Das verlängert nicht nur die Wartezeit für ungeduldige Freizeitläufer, sondern es erschwert auch die Trainingsbedingungen für den ESV Woodpeckers. In den warmen Monaten soll die Halle übrigens nicht monatelang leer stehen, sondern sie soll anders genutzt werden können, zum Beispiel für Gymnastik und andere Sportangebote.

Und wo soll die neue Eishalle gebaut werden?

Leider hat sich eine Mehrheit im Stadtrat dafür entschieden, die neue Eishalle auf dem ASV-Gelände zu errichten. Dafür müssen 4 Tennisplätze und fast 3.000 m² Wald weichen. Ich persönlich halte das für den falschen Standort. Das ASV-Gelände sollte für die zukünftige Entwicklung dem ASV als Sportverein selbst zur Verfügung stehen. Leider gab es keine Mehrheit im Stadtrat für eine ernsthafte Prüfung des Vorschlags die neue Eishalle an der Wallbergstraße zu bauen.

Auf den Punkt gebracht

Die Entscheidung steht jetzt fest: Wir bauen eine Eishalle und nicht nur eine überdachte Eisfläche. Das macht den Betrieb unabhängiger von den Außentemperaturen und ermöglicht eine längere Eislaufsaison.

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