Hallenbad? Ja, ja und nochmal ja! 25. Januar 2020 / Sport & Freizeit

Schwimmen ist Daseinsvorsorge

Es ist eines der Dauerthemen in den letzten Jahren: Der Bau unseres neuen Hallenbads. Es gibt wenige Projekte in unserer Stadt, die schlechter geredet werden. Aber es gibt auch wenige, die wichtiger sind. Schwimmen lernen und schwimmen können ist für mich unverzichtbare Daseinsvorsorge. Das sah eine breite Mehrheit im Stadtrat so. Manche tun das offenbar nicht mehr. Ich schon. Warum das so ist, will ich Ihnen hier erzählen.

Alte Kostenschätzungen zu kritisieren, ist schlechter Stil

Ja, ich sage es ganz offen: Der Bau des neuen Hallenbads wird erheblich teurer als ursprünglich geplant. Wir sind mit dem Bau in eine absolute Hochpreisphase auf dem Bausektor gelangt. Deshalb finde ich es auch schlechten Stil, Berechnungen von vor 10 Jahren heranzuziehen und jetzt zu lamentieren, dass die tatsächlichen Kosten höher sind.

Wir brauchen ein neues Hallenbad – und die Stadtwerke können es finanziell schultern

Um die Diskussion zu versachlichen: Vor etwa 10 Jahren haben wir festgestellt, dass das aktuelle Bad erstens zu klein geworden ist und zweitens absolut sanierungsbedürftig. Also hat sich der Stadtrat klugerweise entschieden, nicht ein zu kleines Bad teuer zu sanieren, sondern ein neues, größeres Bad zu bauen. Acht Bahnen statt fünf, und dazu ein bisschen mehr Familien- und Kinderfreundlichkeit, zum Beispiel eine Rutsche und ein Bereich für Kleinkinder. Unsere Stadtwerke, die den Neubau organisieren und finanzieren, sind wirtschaftlich in der Lage, den Bau auch trotz der gestiegenen Baupreise zu finanzieren. Die Wirtschaftlichkeit und finanzielle Solidität der Stadtwerke werden uns jedes Jahr von Wirtschaftsprüfern bestätigt. Kritiker erwähnen das leider nicht.

Wir sind mit Hallenbädern überversorgt? So ein Schmarrn!

In Deutschland wird beklagt, dass immer weniger Kinder schwimmen können. Unser Hallenbad wird für den Schwimmunterricht genutzt. Zudem vom Schwimmverein, der sehr erfolgreich ist, von der Wasserwacht zum Training und von tausenden Bürgerinnen und Bürgern, die Sport treiben und gesund bleiben wollen. Ein modernes und nicht marodes Hallenbad ist für mich Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge für alle Menschen. Im vergangenen Jahr sagte ein Dachauer Politiker, der Landkreis Dachau sei überversorgt mit Hallenbädern. Ich rege mich selten über Äußerungen auf, aber über diese schon. In einem Landkreis mit über 150.000 Einwohnern haben wir öffentliche Hallenbäder in Dachau und Karlsfeld und Indersdorf. Sind wir damit überversorgt? Ich glaube, die eindeutige Antwort kann jede Familie im Landkreis liefern, die einen Platz für ihr Kind in einem Schwimmkurs sucht.

Fazit

Ja, der Bau des neuen Hallenbads wird teurer als vor zehn Jahren berechnet. Das ist keine Überraschung. Trotzdem brauchen wir ein neues und größeres Hallenbad für die Bürgerinnen und Bürger, vor allem für den Schwimmunterricht. Unsere Stadtwerke können sich den Bau auch nachprüfbar leisten.

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