Mehr Räume für Vereine 16. Februar 2020 / Kultur & Zeitgeschichte

Ein munteres Vereinsleben braucht Platz

In Dachau gibt es außergewöhnlich viele Vereine. Im Sport, im sozialen Bereich, in der Kultur. Sie sind das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Lebens. Deshalb verdienen sie die Unterstützung der Stadt – und ein Raumangebot, das ihre Aktivitäten fördert und nicht einschränkt.

Das Thoma-Haus ist voll ausgelastet – darum brauchen wir weitere Räume

Zunächst ein kleiner Hinweis: Über die beiden größten Dachauer Sportvereine, den ASV Dachau und den TSV 1865 Dachau werde ich hier in ein paar Tagen einen weiteren Artikel veröffentlichen. Hier und jetzt geht es mir um die vielen anderen Vereine, die das Leben in unserer Stadt bereichern. Vom Aero-Club und den Aquarienfreunden über den Fotoclub und die Hundefreunde bis zu mehreren Theatervereinen und dem Zitherklub gibt es in Dachau über 200 Vereine. So unterschiedlich sie sind, so verschieden ist ihr Platzbedarf. Manche Vereine brauchen kaum Platz, andere dagegen schon. Das Ludwig-Thoma-Haus mit seinen beiden großen Sälen und mehreren kleineren Räumen war und ist für viele Vereine so etwas wie eine Heimat. Dort können sie kostenlos Veranstaltungen abhalten, sich zu Sitzungen treffen oder für Auftritte proben. Abgesehen vom Thoma-Haus gibt es mit dem Adolf-Hölzel-Haus, dem Schützenheim Drei Rosen und der Kultur-Schranne drei weitere Veranstaltungshäuser. Aber wir stellen fest: Nicht alle diese Häuser sind für jede Art von Veranstaltung geeignet, und das Thoma-Haus ist mittlerweile an seine Kapazitätsgrenzen geraten und voll ausgelastet. Deshalb will ich in den kommenden Jahren weitere Räume für die Dachauer Vereine schaffen. Es wäre schade, nein, es wäre nicht nur schade, sondern die öffentliche Hand würde das Ehrenamt mit Füßen treten, wenn Vereine ihre Aktivitäten und Angebote einschränken müssen, weil eine Stadt nicht genügend Platz für sie parat hat.

Unsere Jugendkapellen bekommen den Platz, den sie brauchen

In Dachau haben wir die komfortable Situation, dass sich gleich zwei große Vereine um die musische Förderung unserer Kinder und Jugendlichen kümmern: die Knabenkapelle und die Stadtkapelle. Bei ihnen hat eine Vielzahl junger Menschen das Musizieren gelernt, und das idealerweise auch noch in Gemeinschaft mit anderen. Das Musikheim der Knabenkapelle ist aber inzwischen zu klein geworden und sanierungsbedürftig. Deswegen errichtet die Knabenkapelle gerade einen Erweiterungsbau und wird das Bestandsgebäude sanieren. Die Stadt hilft dabei mit einem Millionenbetrag, und ich finde, der sollte es uns wert sein. Auch das Musikheim der Stadtkapelle ist inzwischen zu klein geworden. Hier arbeiten wir gerade zusammen mit dem Verein an einer Lösung. Und auch hier ist für mich klar: Wir werden die Stadtkapelle finanziell unterstützen. Denn: Wenn wir als Gesellschaft schon den Vorteil genießen, dass zwei Vereine unseren Kindern gut und günstig das Musizieren beibringen, dann ist es vielleicht nicht eine gesetzliche, aber eine moralische Pflicht und Selbstverständlichkeit, dass wir diesen Vereinen dann auch beim Aufbau der notwendigen Infrastruktur helfen.

Auf den Punkt gebracht

Das Ludwig-Thoma-Haus ist voll ausgelastet und nicht für alle Vereinsaktivitäten geeignet. Neue Räume für Vereine sollen das Angebot ergänzen. Die Knabenkapelle und die Stadtkapelle brauchen größere Musikheime. Für die Stadt muss es eine Selbstverständlichkeit sein und bleiben, sie dabei finanziell zu unterstützen.

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