Mobilität und Verkehr Verkehr ist in Dachau ein besonders wichtiges Thema. Ein leistungsfähiges und komfortables Verkehrssystem ist unverzichtbar. Ich setze dabei nicht nur auf den Autoverkehr, sondern auch auf den Öffentlichen Nahverkehr, Fahrräder und innovative Ideen. Nichts wird verboten – aber sinnvolle Alternativen werden angeboten.

Auf den Punkt gebracht: Mobilität und Verkehr in Dachau

Alle Menschen sollen sich schnell, umweltfreundlich und günstig in Dachau bewegen können. Meine wichtigsten Ziele für den Verkehr in Dachau sind: 

  • Mehr Busverkehr in Dachau: Einführung eines 10 Minuten Takts, Bedarfsverkehr in viele Dachauer Ortsteile und Busse nach Fürstenfeldbruck und Oberschleißheim.
  • Neuer Busbahnhof in Dachau: Der Dachauer Bahnhof als zentraler Verkehrsknoten.
  • Mit der S-Bahn in den Münchner Norden: DB Nordring bis Dachau
  • Mit der Seilbahn nach München: Innovative Verkehrsmittel in kurzer Genehmigungszeit.
  • Günstig mit Bus und Bahn fahren: Für nur einen Euro am Tag, oder für 365,- Euro im Jahr, im gesamten MVV-Raum fahren.
  • Mit dem Auto unterwegs: Unterführung der S-Bahn am Stadtbahnhof gegen den Stau.
  • Gegen Straßenlärm: Mit lärmreduzierendem Fahrbahn Belag werden Dachaus Straßen ruhiger.
  • Parken in Dachau: Mit Anwohnerparkzonen und Sammelgaragen in Neubaugebieten finden Anwohner immer einen Parkplatz.
  • Parken vor Dachau: Damit Pendler nicht durch Dachau fahren müssen, können sie vor Dachau bequem auf die Bahn umsteigen.
  • Weniger LKW´s in Dachau: Park- und Durchfahrverbote für LKW´s.
  • Mit dem Fahrrad in Dachau: Ausbau der Radwege und weitere Fahrradabstellanlagen.
  • Teilen von Autos und Fahrrädern: Car-Sharing Angebote und Leihfahrräder.
  • Zu Fuß in Dachau unterwegs: Der schwächste Verkehrsteilnehmer ist besonders wirkungsvoll zu schützen. Dies gilt noch mehr an Schulwegen.
  • Die Altstadt und untere Stadt werden miteinander verbunden: Aufstiegshilfe in die Altstadt und Brücke über die Amper.
  • E-Ladesäulen in der Stadt: Unsere Stadtwerke bauen weiter E-Ladesäulen im Stadtgebiet.
  • Lieferverkehr steuern: Paketdienste werden gebündelt und auf der letzten Meile erfolgt eine umweltfreundliche und zeitlich gesteuerte Auslieferung.

ÖPNV: Bus und Bahn

Der öffentliche Nahverkehr steht für mich im Zentrum der Dachauer Verkehrspolitik. Mit dem ÖPNV können wir viele Menschen schnell und umweltfreundlich transportieren und so Staus und viele Belastungen vermeiden. Ohne die vielen Menschen, die täglich in Dachau Bus fahren und die S-Bahn nutzen, wäre auf den Straßen längst das Chaos ausgebrochen. Wir müssen es also schaffen, dass noch mehr Dachauerinnen und Dachauer auf Busse und Bahnen umsteigen und das Auto öfters stehen lassen.

Gemeinsam mit dem Landkreis Dachau haben wir im Jahr 2018 einen Nahverkehrsplan für Stadt und Landkreis erstellt. Dabei wurden Zielvorstellungen und Lösungskonzepte für den ÖPNV erarbeitet und ein kundengerechtes, attraktives und nachfrageorientiertes Angebot für den zukünftigen ÖPNV konzipiert. Diesen Plan gilt es nun konsequent abzuarbeiten. Erste Teile davon werden bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 umgesetzt. In einem ersten Schritt wird der 10 Minuten Takt auf einigen Linien eingeführt.

Über einen Bedarfsverkehr werden in Zukunft die Ortsteile Pellheim, Pullhausen, Assenhausen und Lohfeld an das ÖPNV Netz angebunden.

Mit Buslinien von Dachau nach Fürstenfeldbruck und Oberschleißheim wird das Busangebot weiter ausgebaut.

Unsere Busse müssen mit umweltfreundlichen Antrieben ausgestattet sein um die Auswirkungen auf das Klima zu reduzieren. Die WLAN-Ausstattung der Busse erhöht den Fahrkomfort in den Bussen.

Für den weiteren Ausbau des Busangebotes muss der Dachauer Busbahnhof neugestaltet werden. Ich werde mich weiter bei der Deutschen Bahn dafür einsetzen, dass unsere Forderungen für mehr Busstellplätze bei der Neuplanung berücksichtigt werden. Der Dachauer Bahnhof muss zu einem zentralen Verkehrsknoten ausgebaut werden.

Der S-Bahn Nordring muss dringend bis Dachau geplant werden. Somit entsteht für viele Dachauerinnen und Dachauer eine direkte Verbindung zu den Arbeitsplätzen im Münchner Norden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Nordring nicht in Karlsfeld endet, sondern bis Dachau verlängert wird.

Nahverkehr muss für alle Menschen in Dachau bezahlbar sein! Heute sind die Preise noch zu hoch – und decken trotzdem noch immer nicht alle Kosten. Wir sehen den ÖPNV aber als öffentliche Aufgabe an und wollen daher den Nahverkehr noch stärker fördern. Mein Ziel ist es ein Ticket für 1 Euro am Tag oder 365 Euro im Jahr für alle Dachauerinnen und Dachauer für den gesamten MVV-Raum zu schaffen!

Seilbahn nach München

Der Bau von Straßen und Schienen dauert in unserer Region leider viel zu lange. Deshalb wollen wir mit innovativen Transportsystemen wie beispielsweise einer Seilbahn Zeit gewinnen. Die Genehmigung und der Bau von Seilbahnen spart Zeit und führt somit schneller zu einer Entlastung im Straßenverkehr.

Straßenverkehr in Dachau

Das Auto ist noch immer eines der wichtigsten Verkehrsmittel. Mir ist bewusst, dass es viele Situationen gibt, in denen dieser Individualverkehr nötig und für die Menschen in Dachau sehr wichtig ist. Ja, ich will den Autoverkehr in Dachau reduzieren, besonders in der Innenstadt. Ich will niemand das Autofahren verbieten. Deshalb arbeite ich daran, Staus zu vermeiden.

Staus sind große Ärgernisse für die Dachauer Autofahrerinnen und Autofahrer. Ich weiß, dass es zu bestimmten Zeiten kein Vergnügen ist, in der Stadt mit dem Auto unterwegs zu sein. Der Verkehrsfluss innerhalb der Stadt wird sich nur durch die Einrichtung von Pförtnerampeln an der Stadtgrenze verbessern. Wie bereits mehrere Verkehrsgutachten bestätigt haben, werden leider durch den Bau einer Nord- und Ostumfahrung keine Entlastungen für die Dachauer Innenstadt erreicht. Die Trasse der Ostumfahrung durchschneidet darüber hinaus eine der wertvollsten Waldflächen im gesamten Dachauer Landkreis. Eine Westumfahrung ist bisher leider an der ablehnenden Haltung der Nachbargemeinde Bergkirchen gescheitert. Mit dem Bau einer Bahnunterführung an der Freisinger Straße und einer neuen Straße über das ehemalige Papierfabrikareal entlang der Bahnlinie erhoffe ich mir eine Entspannung der Situation und eine deutliche Staureduzierung. Mit Ausnahme neuer lokaler Erschließungsstraßen ist die Bahnunterführung mit neuer Straßenführung aber wohl das einzige wirklich realistische Erweiterungsprojekt für unser Straßennetz. Leider hat die Politik in Dachau es verpasst größere Straßenbauprojekte vor mehr als 30 Jahren oder im Zuge des ICE-Bahnausbaus in Dachau durchzuführen. Diese Großprojekte jetzt nachzuholen ist leider nur unter sehr schwerem technischen Aufwand und hohem finanziellen Aufwand möglich. Eine Entlastung lässt sich heute durch ein digitales und intelligentes Verkehrsleitsystem erreichen. Dafür werde ich mich einsetzen.

Das Dachauer Straßennetz hat eine Gesamtlänge von über 150 Kilometern. Wir haben vor kurzem begonnen, lärmmindernde Fahrbahn Beläge einzubauen. Die äußere Brucker Straße, die innere Schleißheimerstraße und ein Teil der Alten Römerstraße sind bereits saniert. Für die nächsten Jahre haben wir bereits weitere Straßen festgelegt, die mit einem lärmreduzierenden Fahrbahn Belag saniert werden. Die Aufenthaltsqualität an viel befahrenen Straßen wird somit erheblich verbessert.

Parken: Das Auto abstellen

Öffentliche Stellplätze stehen in Dachau zum großen Teil kostenlos zur Verfügung. In Wohngebieten herrscht teilweise ein sehr großer Parkdruck weshalb mit Anwohnerparkzonen die Stellplätze für Anwohner freigehalten werden müssen.

Mit den ersten beiden Anwohnerparkzonen in Augustenfeld und auf der Westseite des Bahnhofs haben wir positive Erfahrungen gemacht. Dort ist es jetzt für Anwohner wieder möglich ihre Fahrzeuge abzustellen. Die nächste Anwohnerparkzone wird im Wohngebiet um das Krankenhaus herum eingerichtet. Diese Anwohnerparkzonen sind Vorbild für weitere Zonen in Dachau, um Stellplätze für Anwohner zu sichern.

Neubaugebiete sollen in Dachau möglichst autoarm gestaltet werden. Dafür werden größere Sammelgargen an den Zufahrtsstraßen errichtet. Somit wird der Verkehr im Wohngebiet vermieden.  

Für viele Menschen aus dem nördlichen Landkreis Dachau ist auf dem Weg nach München das eigene Auto für bestimmte Strecken unverzichtbar. Deshalb möchte ich für diese Pendler die Fahrt mit dem Auto durch Dachau vermeiden und dabei aber helfen, so früh wie möglich auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen zu können. Pendlerparkplätze und –parkhäuser, also sogenannte Park und Ride (P+R) Parkhäuser und Parkplätze, spielen hier eine wichtige Rolle. Deshalb müssen vor Dachau neue Pendlerparkhäuser errichtet werden. Beispielsweise in Breitenau oder Hebertshausen. Daher müssen auch im Umland entlang der S-Bahn-Strecken weitere Pendlerparkplätze entstehen. Ich werde deshalb meine Bürgermeisterkollegen und den Landrat immer wieder davon überzeugen, wie wichtig der wohnortnahe Umstieg vom Auto auf den ÖPNV ist.

LKW Park- und Durchfahrverbote

In der letzten Zeit häufen sich leider immer mehr LKWs, die in Wohngebieten abgestellt werden. Leider ist es gesetzlich nicht möglich flächendeckende Parkverbote für LKWs auszusprechen. Deshalb werde ich ein Vorgehen entwickeln und somit auch die Sicherheit für alle anderen Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Für LKWs muss ein Durchfahrverbot ausgesprochen werden. Die Erstellung eines dafür notwendigen Konzeptes wurde leider von einer Mehrheit der Stadträte abgelehnt. Ich werde mich aber weiterhin dafür einsetzen, dass wir dieses Konzept erstellen.

Carsharing & Mitfahrzentrale

Carsharingangebote und eine Mitfahrzentrale tragen dazu bei, die Verkehrsbelastung zu reduzieren. Deshalb möchte ich in diesem Bereich Angebote entwickeln.

Fahrräder in Dachau

Fahrräder sind ein großartiges Verkehrsmittel! Fahrräder nehmen nur wenig Platz weg, sind leise und verursachen keine Abgase und Schadstoffe in der Luft. Und nebenbei fördert Fahrradfahren auch noch unsere Gesundheit. Deshalb hat die Förderung des Radverkehrs für mich eine hohe Priorität. Durchgehende und sichere Radwege sind ein wichtiger und vergleichsweise günstiger Baustein zur Reduzierung des Autoverkehrs und zur Verringerung der Schadstoffbelastung.

Der Radverkehr nimmt immer mehr zu. Wir haben in den vergangenen Jahren hart daran gearbeitet, Dachau für Radfahrer sicherer und attraktiver zu machen. Mit unserem neu erstellten Radverkehrskonzept haben wir ein Instrument an der Hand, um weiter voran zu schreiten. Damit sich dieser Trend fortsetzt und noch mehr Menschen auf das Rad umsteigen gibt es noch viel zu tun.

Fahrradfahrer sind mittlerweile sehr schnell unterwegs! Mit einem Elektrofahrrad können höhere Geschwindigkeiten erreicht und weite Strecken zurückgelegt werden. Deshalb setze ich mich für einen Fahrradschnellweg nach München ein.

Die Akzeptanz des Radverkehrs hängt entschieden von den Fahrradabstellanlagen ab. Mit dem Bau des Fahrradparkhauses auf der Ostseite des Bahnhofs für über 1000 Fahrräder ist ein solider Grundstein gelegt. Ich möchte mich dafür einsetzen weitere Fahrradabstellanlagen zu schaffen und bestehende zu verbessern.

Ich finde Leihfahrräder großartig. Zusammen mit der MVG werden wir in Dachau das MVG-Rad einführen. Hier greifen wir auf ein einheitliches und funktionierendes System zurück, das in vielen Städten und Gemeinden in und um München herum nutzbar ist.

Fahrräder können auch für den Transport von Gütern und Waren genutzt werden. Der radelnde Postbote ist längst nicht mehr allein – die Warenanlieferung per Lastenrad erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Paketdienste müssen zu Vorreitern werden und für die Auslieferung in der Innenstadt zunehmend elektrisch angetriebene Lastenräder nutzen. Diese Entwicklung möchte ich unterstützen, denn auch für andere Gewerbetreibende oder Handwerker kann sich ein Lastenrad als eine preisgünstige und umweltfreundliche Alternative zum Auto darstellen. Deshalb unterstützen wir Handwerker und Gewerbetreibende bei der Anschaffung eines Lastenrades finanziell.

Zu Fuß in Dachau unterwegs

Der Fußgänger ist der schwächste Verkehrsteilnehmer und somit auch am meisten zu schützen. Für den Einzelhandel ist er der umsatzstärkste. Daher gilt es die Stadt möglichst kompakt zu halten, damit viele Erledigungen zu Fuß gemacht werden können. Die Wege müssen dabei barrierefrei gestaltet sein. Alle gepflasterten Bereiche der Stadt müssen dabei mit Laufstreifen gestaltet werden.

Verbindung Altstadt und untere Stadt

Für mich bildet die Altstadt und die untere Stadt eine Einheit. Ich möchte die Altstadt und die untere Stadt über die Thoma-Wiese als zentralen Punkt verbinden. Die Altstadt wird von dort über den Rathaushang und einer Aufstiegshilfe erschlossen und die Münchner Straße wird über eine Fußgängerbrücke über die Amper zum Wiesböck Anwesen erreicht.

E-Mobilität

Zur Förderung der E-Mobilität werden unsere Stadtwerke weitere öffentliche Ladesäulen errichten. Auch im privaten Bereich bieten unsere Stadtwerke passgenaue Lösungen an.

Lieferverkehr

Der Lieferverkehr trägt mittlerweile zu einer massiven Verkehrsbelastung bei. Deshalb möchte im mich für ein Verteilzentrum für alle Paketdienste einsetzen. Dabei müssen alle Dienste ihre Lieferungen dort anliefern und von dort aus werden auf der sogenannten letzten Meile die Pakete gesammelt ausgeliefert. Dies trägt neben der Entlastung für den Verkehr auch noch für den Umweltschutz bei. Für die Altstadt und Innenstadt muss eine zeitlich beschränkte Lieferzeit geprüft werden.

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